München: Denkmal Maximilians II. – »Maxmonument«

Denkmal König Maximilians II. in München; Neue Photographische Gesellschaft Berlin-Steglitz, 1898

„Im Schnittpunkt der Thierschstraße und der Maximilianstraße erhebt sich das Denkmal König Maximilians II. (regierte 1848 bis 1864) auf 8 m hohem Granitsockel, der sich nach oben mehrfach abstuft. Die 5 m hohe Statue des Königs zeigt denselben im Krönungsornat, die Rechte mit der Verfassungsurkunde gegen die Brust gedrückt, die Linke auf das Schwert gestützt. Am Fuß des Sockels die sitzenden Gestalten des Friedens, der Aufklärung, der Wehrkraft und der Gerechtigkeit, darüber an den Ecken vier Kinderfiguren der vier Bayern bewohnenden Volksstämme der Bayern, Schwaben, Franken und Pfälzer mit Wappen und Lorbeerkränzen. Sämtliche Statuen sind in vergoldeter Bronze nach Modellen von Caspar von Zumbusch durch Ferdinand von Miller in Guß ausgeführt. Das schöne Denkmal wurde 1875 dem verehrten Monarchen errichtet, „von seinem treuen Volke“. An der Nordostecke der Thierschstraße das 1876 von Carl Leimbach im Stil der Frührenaissance ausgeführte Wilhelmsgymnasium. Die zum Maximilianeum führende Maximiliansbrücke wurde 1859 bis 1864 von Arnold Zenetti erbaut.“

Quelle: »Die Welt in Photographieen«, Herausgegeben von Joseph Kürschner, Eisenach; Hermann Hillger Verlag, Berlin

Die heutigen Münchner nennen das Denkmal »Maxmonument«. Es steht auf einer Verkehrsinsel in der mittlerweile viel befahrenen Maximilianstraße im Stadtteil Lehel. Übrigens: Der Leichnam des volksverbundenen und heimatliebenden Bayernkönigs ruht in einer Seitenkapelle der Theatinerkirche. Sein Herz wurde getrennt bestattet und befindet sich in der Gnadenkapelle von Altötting.

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