Prof. Ernst Herter: Gr. Berliner Kunstausstellung 1906

Eine Meerjungfrau schützt ihr Kind vor einem Oktopus; Tuck's Postkarte

“So sprach ein alter Kapitän bei schwerem Seegang zu Poseidon: O, Gott! Du kannst mich retten, wenn du willst. Es ist in deiner Hand, mich zu vernichten, wenn du willst. Ob du nun das eine oder das andere tust, höre aber, daß ich unerschrocken das Schiff steuere.”

Michel de Montaigne (1533 – 1592)

 

Die »Große Berliner Kunstausstellung« (abgekürzt: »GroBeKa«) war eine jährliche Kunstausstellung, die von 1893 bis 1969 stattfand. Im Jahr 1906 war der deutsche Bildhauer Ernst Gustav Herter (* 14. Mai 1846 in Berlin; † 19. Dezember 1917 in Charlottenburg) mit sage und schreibe 19 Werken vertreten. Darunter die hier präsentierten maritimen Skulpturen »Meertyrann« und »Ein seltener Fang«. Herter war der älteste Sohn und das zweite von insgesamt sieben Kindern des Bau- und Admiralitätsrates Gustav Adolf Herter (1804–1882) und seiner Ehefrau Elise Louise (1825–1856). Er wurde an der »Akademie der Künste Berlin« ausgebildet und unterhielt seit 1869 ein eigenes Atelier. Nach einer Studienreise im Jahr 1875 nach Italien, ließ er sich zunächst in Berlin und später in Charlottenburg nieder. 1885 heiratete er Elisabeth Wiebe (1861–1939) und hatte mit ihr fünf Kinder: Erna, Irmgard, Ilse, Konrad und Brigitta. Herter war Mitglied der Berliner Kunstakademie und trug den Grad eines Professors. Öffentliche Denkmäler von Prof. Herter findet man in ganz Deutschland sowie in den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Die Bronzeskulptur »Ein seltener Fang« steht noch heute im Viktoriapark in Berlin (Friedrichshain-Kreuzberg). Auf den historischen Postkarten (Raphael Tuck & Sons’ Künstlerpostkarten) wird er fälschlicherweise als Prof. H. Herter bezeichnet.

 

“Wie die Gefahr des Tauchers der Tintenfisch, so des Grüblers die Melancholie.”

Christian Morgenstern (1871 – 1914)

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