München: »Giulietta Capuleti« von Nereo Costantini

München: »Julia am Alten Rathaus « mit Blumen im Arm; Original-Foto der 70er/80er Jahre

“Wer hastig läuft, der fällt; drum eile nur mit Weil’.”

— William Shakespeare, »Romeo und Julia«

 

Fast jeder Münchner kennt die bezaubernde »Julia am Alten Rathaus«. Diese 2,65 Meter hohe Bronzestatue an der man im Kaufrausch vorbeieilt. Meist trägt sie Blumen im Arm, die ihr Romantiker zustecken, und wir Einkaufstüten. Ihre Brüste zu berühren soll Liebesglück bringen. Hier darf man die brandaktuelle Verhaltensregel “eine Armlänge Abstand” ruhig ignorieren.

Was nur wenige wissen: die Original-Statue stammt von dem italienischen Bildhauer und Medailleur Nereo Costantini (1905 – 1969), der in Verona wirkte und dort ein Atelier besaß. Er schuf für das »Casa di Giulietta« (das angebliche Elternhaus der Julia) in Verona diese wunderbare Bronzestatue der »Julia Capulet«, der einzigen Tochter des Grafen und der Gräfin Capulet.

Und wie hat sich nun die schöne Julia nach München verirrt? Kam sie für ein ersehntes Praktikum bei BMW zu uns? Nein, seit 1960 ist die bayerische Landeshauptstadt die Partnerstadt von Verona. Im Jahr 1974 feierte die Stadtsparkasse München das 150-jährige Jubiläum, dies nahm die Sparkasse von Verona zum Anlass zwei Repliken der bronzenen Julia nach München zu entsenden. Die eine wurde am Alten Rathaus aufgestellt, die zweite auf dem Shakespeareplatz in Bogenhausen.

Ich verweile immer einen kurzen Moment bei ihr, ob nun in der Innenstadt oder in Bogenhausen.

— dh —

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